"Magier des Weiß" Maler Robert Ryman ist tot

Mit weißen, meist quadratischen Bildern wurde der nun im Alter von 88 Jahren verstorbene Robert Ryman berühmt. Dabei kam er auf einem ungewöhnlichen Weg zur Malerei.

Patrick McMullan via Getty Image


Er galt als einer der wichtigsten Vertreter des Minimalismus: Der US-amerikanische Maler Robert Ryman ist am Freitag im Alter von 88 Jahren in seinem Zuhause in New York gestorben.

"Wir trauern um den Verlust, aber wir feiern das endlose Vermächtnis seiner Kunst und ihres Einflusses darauf, wie wir die Welt sehen", teilte die New Yorker Pace Gallery mit, die Ryman seit vielen Jahren vertreten hatte. Ryman war bekannt für seine meist weißen, meist quadratischen Gemälde.

In Nashville im US-Bundesstaat Tennessee geboren, war Ryman eigentlich Jazz-Musiker und fand im Museum of Modern Art (MoMA) zur Kunst, wo er als Aufseher arbeitete. Beeinflusst von Malern wie Henri Matisse, Mark Rothko und Piet Mondrian experimentierte er ab Mitte der Fünfzigerjahre selbst mit der Malerei und widmete sich der Kunst bald ganz. Nach seiner ersten Einzelausstellung im Jahr 1967 wurden seine Arbeiten insgesamt in über 100 Solo-Schauen in zwölf Ländern gezeigt.

Rymans Kunst wurde ein "laufendes Experiment mit der Malerei" über fünf Jahrzehnte, wie die Pace Gallery schreibt. Ähnlich wie Frank Stella und Sol LeWitt verzichtete er in seinen Gemälden auf Inhalt, um sich fast ausschließlich der Form zu widmen. Er nutzte fast nur weiße Farbtöne und trug diese sehr gründlich auf. Seine Arbeiten wirkten dadurch fast dreidimensional und schienen eher wie Objekte und nicht wie flache Bilder.

ene/dpa

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